Eintauchen in die Stille. Wie wenn du mit den Kopf unter Wasser tauchst, dann wird die Umwelt leiser und deine innere Welt darf sich zeigen. Das Rauschen in den Ohren. Du weisst nicht, ob du das Wasser um dich herum oder die Flüssigkeit in dir drin rauschen hörst. Alles wird erst dumpfer und vielleicht unangenehm, weil du nicht mehr mitkriegst was sich da im Aussen so abspielt. Die Stille kann auch Angst machen. Doch je mehr Zeit du dir für sie nimmst, desto schöner wird sie. Je mehr Zeit du dir für die Stille nimmst, desto mehr Zeit möchtest du mit ihr verbringen. Erlaube dir jeden Tag ein paar Minuten lang die Welt auszuschalten und deine Sinne nach innen zu richten. Der grösste Teil deiner Welt findet in deinem Innern statt. Alles Erleben beginnt im Innen und entfaltet sich erst dann im Aussen. Deine Innenwelt kreiert deine Aussenwelt. Jeder wählt für sich. Was wählst du? Stille oder Lärm?

Für mich wird es mal wieder Zeit die Podcasts und den Lärm im Aussen für eine Weile auszuschalten und meiner inneren Stimme zu lauschen. Bewusster zu werden. Stille einladen, aushalten und dann darin aufgehen. Wichtig wenn die Welt aussen immer lauter schreit. So, so wichtig und tut so, so gut!

3 Wochen ohne TV

 

Nachdem ich mich vor ein paar Wochen darüber beklagt habe, zu wenig Zeit zu haben und immer am Rennen zu sein, kam meine bessere Hälfte am nächsten Tag mit der Idee an, einfach einmal ein paar Wochen auf den Fernseher zu verzichten. Es ist nicht so, dass wir extrem viele Stunden die Woche vor dem Kasten verbracht hätten, aber Netflix war doch ein wesentlicher Bestandteil unseres Wochenendprogrammes. Es war für uns immer die Zeit der Entspannung. Die Zeit wo wir die Füsse hochlegen und einfach einmal nichts tun konnten. Weil ich wusste, dass ich etwas ändern muss, habe ich dem Vorschlag zugestimmt. Mit dem kleinen Veto, dass wir uns einen Film pro Woche ansehen dürfen. Das Experiment hat begonnen und ich ziehe heute, nach drei Wochen ohne Netflix & Chill mein Fazit….

Das erste Wochenende war komisch. Der Kasten blieb stumm und wir mussten uns plötzlich darüber Gedanken machen, wie wir unsere Zeit verbringen wollen. Nach dem Essen sind wir nicht wie ferngesteuert auf dem Sofa gelandet und haben erstmal 20 Minuten damit verbracht zu überlegen welchen Film wir uns ansehen wollen. So komisch es auch war, so schön war es auch, einfach länger am Esstisch sitzen zu bleiben und sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Anschliessend haben wir die Küche aufgeräumt und ich hatte sogar genügend Zeit um ein paar blinde Flecken zu bearbeiten. Ich hatte ja keinen Stress, damit vor dem Zubettgehen noch genug Zeit ist um einen Film anzusehen.

Mit der Zeit wurde es immer normaler, dass der Kasten nicht läuft. Unser Sofa hat sich zu einer Lese-Ecke verwandelt und anstatt uns das Leben anderer reinzuziehen, haben wir Bücher über Kanada gelesen, unsere Reise geplant und Spiele gespielt. Während ich früher kleine Leerzeiten mit Serien gefüllt habe, ist nun endlich genug Zeit um all die Bücher zu lesen, die ich schon seit einer Ewigkeit auf meiner Leseliste stehen habe.

Aus einem Film pro Woche wurde schlussendlich lediglich ein Film während drei Wochen. Schlicht und einfach deshalb, weil kein Bedürfnis da war, sich vor die Kiste zu setzen. Weil das eigene Leben so viel spannender ist und mehr zu bieten hat als das von Grace & Frankie.

Meine Gelassenheit und innere Ruhe hat sich verdoppelt. Dadurch, dass ich früher versucht habe alles möglichst rasch zu erledigen, damit ich mehr «Erholungszeit» auf dem Sofa gewinnen konnte, war ich immer am Rennen. Nun erledige ich die Dinge ohne Zeitdruck und Stress und brauche dadurch weniger Entspannung. Ich habe ausserdem mehr Zeit für mein Innenleben. Ich gehe früher ins Bett und nehme mir Zeit um den Tag zu reflektieren. Zusätzlich habe ich eine kurze Abendmeditation eingeführt, was sich wiederum positiv auf meinen Schlaf auswirkt. Meine Träume haben sich verändert, da ich mein Unterbewusstsein nicht mehr mit fremden Geschichten zumülle.

Die Pausen nutze ich um wirklich Pause zu machen. Ich nehme mir bewusste Auszeiten. Qualität statt Quantität.

Ich bin viel inspirierter, sprudle nur so vor Ideen und meine Yogastunden planen wie von selbst. Ich habe das Netflix-Abo durch ein Audible-Abo ausgetauscht und höre mir inspirierende Geschichten als Hörbuch an. Mein Leben ist wirklich leichter geworden. Die Zeit zu zweit hat an Qualität dazu gewonnen.

Wie geht es nun für uns weiter? Wir werden wohl unseren Fernseher nicht rausschmeissen, doch aus bleibt er garantiert. Vielleicht werden wir hie und da bewusst einen Film oder eine Dokumentation ansehen. Aber eben aus dem Grund, weil wir den einen Film sehen wollen.

Die positiven Aspekte unseres Experiments überwiegen stark und die gewonnene Zeit und Ruhe sind nicht mehr aus dem Leben wegzudenken. Ein klarer Beweis dafür, dass Weniger eben doch Mehr ist! 🙂

Stille

Was ist die Stille?

Was macht sie so besonders?

Und wo finden wir die Stille?

Ich habe eine sehr, sehr grosse Ehrfurcht vor der Stille und uns verbindet grundsätzlich eine grosse Hass-Liebe. Ich bin jeden Tag auf der Suche nach ihr und es gibt Tage, da kann ich sie einfach nicht finden. Sie ist wie vom Erdboden verschluckt. Und dann sind da diese Tage, an denen ich sie nicht suche und sie plötzlich an meine Schulter tippt und sich leise bemerkbar macht. Es gibt auch Tage, an denen mag ich sie kaum ertragen und genau dann könnte sie präsenter gar nicht sein. Manchmal verfluche ich sie und dann sehne ich mich wieder nach ihr.

Die Stille schenkt mir Geborgenheit, wenn mir die Welt da draussen zu laut erscheint. Sie weist mir den Weg, wenn ich nicht sicher bin in welche Richtung ich gehen soll. In der Stille kann ich auftanken, mich ausruhen. Aus der Stille kann so viel Wundervolles entstehen. Wenn die Stille Einzug hält, dann wird es plötzlich klar. In meinem Kopf, aber auch im Gewässer. Wenn das Gewässer still wird, kann ich plötzlich den Grund sehen. Und plötzlich finden sich da Antworten aus dem tiefsten Innern meiner Seele. Ganz egal woher die Stille kommt, sie bringt immer eine grosse Portion Ruhe und Zufriedenheit mit.

Doch wo können wir die Stille finden, wenn sie mal nicht auf unserer Schulter sitzt?

Nun die Wahrheit ist, dass Stille immer da ist. Da ist Stille in jedem Augenblick. In jedem Atemzug. In jedem Wimpernschlag. Stille ist überall da, wo es ganz laut ist. Da ist Stille zwischen den Tönen. Da ist Stille in der Bewegung. Stille findet sich zwischen den Worten. Stille ist überall in der Natur. Stille ist in den vorbeiziehenden Wolken. Stille liegt im glitzernden See. Stille sitzt in den Baumkronen. Sie ist in den Menschen, die sich zur Begrüssung ein Lächeln schenken. Stille ist in den Kindern, die draussen herumtoben. Stille findet sich mitten in der hektischen Innenstadt, aber sie liegt auch mit der Bauernhofkatze in der Wiese. Die Stille ist im Trubel des Tages, aber auch in der stillen Nacht. Die Stille ist in mir, genau so wie sie auch in dir ist.

Wir müssen ruhig werden und der Stille Raum in unserem Leben verschaffen. Versuchen, die Welt mit den Augen der Stille zu sehen und sie wird uns auf ewig begleiten.

Weltyogatag

Zum internationalen Weltyogatag – ein Bild von mir in einer Asana.

Doch noch viel wichtiger als die Asana ist das Lächeln in meinem Gesicht. Der entspannte Gesichtsausdruck. Die Glückseligkeit. Das offene Herz und die Verbundenheit mit der Natur die mich umgibt. Dazu das Lichtspiel der Sonne im Hintergrund, ergänzend zum dem Licht, welches in mir strahlt. Das ist Yoga. Die Asana ist nur ein Werkzeug. Schliess deine Augen, atme tief, öffne dein Herz, schenk der Welt ein Lächeln und lass dein inneres Licht strahlen – denn Yoga ist nicht eine äussere, sondern eine innere Haltung 💜🧘🏼‍♀️🙏

Summertime

Die Tage werden länger.
Das Lachen wird lauter.
Die Haut wird dunkler.
Das Haar wird heller und
das Leben wird bunter.

Der Sommer steht vor der Türe.

Die Blumen zeigen sich bereits von ihrer schönsten Seite und das Leben findet wieder mehr draussen statt. Anstatt den perfekten Sommererlebnissen hinterherzujagen, möchte ich dieses Jahr die Langsamkeit in meinen Sommer einladen. Ich möchte etwas langsamer gehen, damit ich den Duft der Blumen riechen kann. Ich möchte Pausen auf Parkbänken einlegen, die Augen schliessen und die Wärme der Sonnenstrahlen auf meiner Haut fühlen. Ich möchte früh morgens auf dem See paddeln, wenn das Wasser ruhig ist und das Licht die Wasseroberfläche in viele kleine Glitzerpunkte verwandelt. Ich möchte unter einem Baum im Schatten liegen und zusehen wie sich die Blätter im Wind bewegen. Und natürlich möchte ich meine Yogapraxis nach draussen verlegen. So oft wie möglich.

Ganz egal ob du mit mir gemeinsam die Momente langsamer werden lässt oder die wärmeren Tage in rasantem Tempo feierst, ich wünsche dir den schönsten Sommer aller Zeiten <3

flow

Der Begriff Flow stammt von Mihaly Csikszentmihalyi, der damit das Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit beschreibt. Es spielt weder die Zeit, noch wir selbst eine Rolle. Unser Handeln geschieht vollkommen mühelos. Ich staune immer wieder wie viel ich erledigt kriege, wenn ich komplett in den Arbeitsflow eintauche. Für mich heisst das in erster Linie Ablenkungen zu vermeiden, ganz bei der Sache zu sein und eine passende Musik aufzulegen.

Doch nicht nur in der Arbeit kennen wir das Gefühl vom Im-Flow-sein. Vielleicht erinnerst du dich an eine Yogapraxis, wo Zeit und Raum verschmelzen konnten und du voll und ganz in deinem Körper eingetaucht bist? Das sind die Augenblicke, in denen du einfach durch deine Asanas fliesst ohne darüber nachzudenken. Es sind jedoch auch diejenigen Momente wo wir uns vollständig im Fluss des Lebens befinden. Wir können voller Vertrauen annehmen was das Leben für uns bereit hält. Plötzlich tauchen die richtigen Menschen zur perfekten Zeit auf. Plötzlich ergibt alles seinen Sinn und es ergeben sich neue und ungeahnte Möglichkeiten. Es geschieht immer dann, wenn wir uns dem Fluss des Lebens hingeben und voll und ganz bei der Sache sind. Im gegenwärten Augenblick.

vom Erwachen

Hast du sie schon gehört?

Sie sind zurück und wecken uns frühmorgens mit ihren Gesängen. Die Vögel versprechen uns den nahenden Frühling. Während wir noch in unseren Wohnungen sitzen, bereitet sich die Natur bereits darauf vor, wieder zu erwachen. Wir müssen gar nichts tun, schon spriessen bereits hie und da die ersten Farbtupfer aus der Erde.
Erste kleine Boten, die uns daran erinnern, dass uns wärmere und hellere Tage bevorstehen. Doch die Natur braucht Zeit um zu erwachen. Genauso wie wir Menschen. Deshalb nistet sich manchmal die Frühjahrsmüdigkeit ein. Gib dir und deinem Körper Zeit, um dich wieder auf die helleren Tage einzustimmen. Die innere Energie muss sich erst wandeln. Deshalb richte deine Aufmerksamkeit nicht auf die Müdigkeit, sondern sieh dir die bereits spriessenden Blümchen an. Achte nicht auf die noch brauen Gräser, sondern höre den Vögeln beim Singen zu. Geh raus, beweg dich. Atme tief.
Erwachen braucht Zeit. Schenke sie dir!

Raus aus dem Kopf

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in unseren Köpfen. Das Gedankenkarusell dreht sich, machmal sehr schnell, manchmal ganz langsam, aber es dreht sich unentwegt. Ich habe mich entschieden, dass es nun an der Zeit ist um aus meinem Karusell auszusteigen. Zurückkommen in den Körper, still werden, spüren, ankommen, durchatmen und die Gedanken sich selbst überlassen. Auf die Yogamatte und somit zurück in meinen Körper.
Wahrnehmen was sich bewegt, wenn ich mich bewege. Spüren, wo es weich ist. Auflösen, wo es Dinge gibt, die losgelassen werden können. Dem Wunder des Lebens in mir lauschen, wahrnehmen was da ist, die Kontrolle durch meinen Verstand abgeben und somit dem Leben die Möglichkeit bieten, um sich auf seine Weise zu entfalten.

Nirgends können wir so viel Energie tanken, wie wenn wir den Kopf für eine Weile ausschalten. Somit sind wir bereits im zweiten Monat dieses Jahres angelangt. Einem Monat, in dem ich dich mitnehmen möchte auf eine Reise raus aus deinem Kopf. Geniesse die Stille in dir, wenn deine Gedanken zur Ruhe kommen. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Vorgänge ich deinem Körper. Dein Körper, der wie ein kleines Wunderwerk Tag und Nacht für dich arbeitet und der deine Achtsamkeit und Liebe verdient. Ich nehme dich mit auf eine Reise zurück in deinen Körper. Auf eine Reise zurück zu dir selbst.

Also, pack deine Yogamatte ein – es geht los!

Januar, Skipisten, Yoga und Pausen

Auf der Piste bin ich voll und ganz damit beschäftigt zu schauen wo ich hinfahre. Es bleibt keine Zeit um über andere Dinge nachzudenken. Ich bin komplett im Hier und Jetzt.
Ich halte am Pistenrand an, warte vielleicht bis alle aufgeschlossen sind, meine Herzfrequenz fährt herunter, ich halte inne und merke plötzlich was für eine atemberaubende Aussicht sich mir offenbart. Ich liebe diese Zeit zwischen den Fahrten, denn sie bietet mir die Gelegenheit meinen Blick zu heben.

Im neuen Jahr 2019 möchte ich meine Fahrten geniessen, auskosten und vollkommen im Hier und Jetzt sein. Ich möchte mehr Pausen einlegen, auftanken, die Aussicht bestaunen und dann wieder bewusst Vollgas geben. Und ich möchte die Pausen im Leben genauso lieben wie diejenigen auf der Piste. Die Pausen zwischen den grossen Ereignissen im Leben – die kleinen Momente des Glücks. Ich möchte bewusst eintauchen in den Moment zwischen dem, was ich gerade getan habe und dem was ich gleich tun werde – mir erlauben, einen Moment inne zu halten. Der klitzekleine Atemzug zwischen dem letzen Bissen Abendessen und dem Abwasch fühlen und wahrnehmen.

Mit diesen Worten wünsche ich dir von ganzem Herzen nur das Beste für das neue Jahr 2019! Hab Spass bei deinen rasanten Abfahrten und nimm dir Zeit um einen Moment inne zu halten, deinen Blick zu heben, die Landschaft zu bestaunen und dein Moment im Hier und Jetzt zu geniessen.

„Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt. Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzentrierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt.“

Eckhart Tolle

In diesem Sinne, Happy New Year & Namaste
Tanja

 

 

 

 

Besinnlichkeit im Dezember

Der Dezember – der besinnlichste und lichtvollste Monat im Jahr. Doch was bedeutet überhaupt „Besinnlichkeit“? Wikipedia übersetzt die Besinnlichkeit als Gelassenheit. Für mich bedeutet besinnlich sein, mich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Im Trubel des Alltags geht nämlich oft vergessen was das Wesentliche im Leben ist.
Gesundheit. Die Menschen in unseren Herzen. Liebe. Freude. Strahlende Augen. Zusammensein. Die innere Zufriedenheit.
Immer wieder merke ich, dass ich in meinem Alltag oft beschäftigt bin mit Dingen, die mit etwas Abstand betrachtet überhaupt nicht wichtig sind. Darum möchte ich mich während den verbleibenden Tagen im Dezember mehr besinnen und mich in Gelassenheit üben. Dankbar sein für die Gesundheit. Dankbar sein für die Menschen, die mein Leben bereichern. Mit Liebe schenken. Einen Moment inne halten und geniessen, wenn mich Augen anstrahlen. Entstressen und zurück kehren zur inneren Zufrieden- und Ausgeglichenheit. Mir mehr Zeit nehmen für das Wesentliche. Auch wenn das bedeutet, dass einige Termine auf das neue Jahr verschoben werden.
In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Besinnung – geniesst und nehmt euch Zeit für den Advent, die Lichter und die Momente mit euren Liebsten!
Fröhliche Weihnachten!
Namaste
Tanja