Raus aus dem Kopf

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in unseren Köpfen. Das Gedankenkarusell dreht sich, machmal sehr schnell, manchmal ganz langsam, aber es dreht sich unentwegt. Ich habe mich entschieden, dass es nun an der Zeit ist um aus meinem Karusell auszusteigen. Zurückkommen in den Körper, still werden, spüren, ankommen, durchatmen und die Gedanken sich selbst überlassen. Auf die Yogamatte und somit zurück in meinen Körper.
Wahrnehmen was sich bewegt, wenn ich mich bewege. Spüren, wo es weich ist. Auflösen, wo es Dinge gibt, die losgelassen werden können. Dem Wunder des Lebens in mir lauschen, wahrnehmen was da ist, die Kontrolle durch meinen Verstand abgeben und somit dem Leben die Möglichkeit bieten, um sich auf seine Weise zu entfalten.

Nirgends können wir so viel Energie tanken, wie wenn wir den Kopf für eine Weile ausschalten. Somit sind wir bereits im zweiten Monat dieses Jahres angelangt. Einem Monat, in dem ich dich mitnehmen möchte auf eine Reise raus aus deinem Kopf. Geniesse die Stille in dir, wenn deine Gedanken zur Ruhe kommen. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Vorgänge ich deinem Körper. Dein Körper, der wie ein kleines Wunderwerk Tag und Nacht für dich arbeitet und der deine Achtsamkeit und Liebe verdient. Ich nehme dich mit auf eine Reise zurück in deinen Körper. Auf eine Reise zurück zu dir selbst.

Also, pack deine Yogamatte ein – es geht los!

Januar, Skipisten, Yoga und Pausen

Auf der Piste bin ich voll und ganz damit beschäftigt zu schauen wo ich hinfahre. Es bleibt keine Zeit um über andere Dinge nachzudenken. Ich bin komplett im Hier und Jetzt.
Ich halte am Pistenrand an, warte vielleicht bis alle aufgeschlossen sind, meine Herzfrequenz fährt herunter, ich halte inne und merke plötzlich was für eine atemberaubende Aussicht sich mir offenbart. Ich liebe diese Zeit zwischen den Fahrten, denn sie bietet mir die Gelegenheit meinen Blick zu heben.

Im neuen Jahr 2019 möchte ich meine Fahrten geniessen, auskosten und vollkommen im Hier und Jetzt sein. Ich möchte mehr Pausen einlegen, auftanken, die Aussicht bestaunen und dann wieder bewusst Vollgas geben. Und ich möchte die Pausen im Leben genauso lieben wie diejenigen auf der Piste. Die Pausen zwischen den grossen Ereignissen im Leben – die kleinen Momente des Glücks. Ich möchte bewusst eintauchen in den Moment zwischen dem, was ich gerade getan habe und dem was ich gleich tun werde – mir erlauben, einen Moment inne zu halten. Der klitzekleine Atemzug zwischen dem letzen Bissen Abendessen und dem Abwasch fühlen und wahrnehmen.

Mit diesen Worten wünsche ich dir von ganzem Herzen nur das Beste für das neue Jahr 2019! Hab Spass bei deinen rasanten Abfahrten und nimm dir Zeit um einen Moment inne zu halten, deinen Blick zu heben, die Landschaft zu bestaunen und dein Moment im Hier und Jetzt zu geniessen.

“Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt. Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzentrierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt.”

Eckhart Tolle

In diesem Sinne, Happy New Year & Namaste
Tanja

 

 

 

 

Besinnlichkeit im Dezember

Der Dezember – der besinnlichste und lichtvollste Monat im Jahr. Doch was bedeutet überhaupt “Besinnlichkeit”? Wikipedia übersetzt die Besinnlichkeit als Gelassenheit. Für mich bedeutet besinnlich sein, mich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Im Trubel des Alltags geht nämlich oft vergessen was das Wesentliche im Leben ist.
Gesundheit. Die Menschen in unseren Herzen. Liebe. Freude. Strahlende Augen. Zusammensein. Die innere Zufriedenheit.
Immer wieder merke ich, dass ich in meinem Alltag oft beschäftigt bin mit Dingen, die mit etwas Abstand betrachtet überhaupt nicht wichtig sind. Darum möchte ich mich während den verbleibenden Tagen im Dezember mehr besinnen und mich in Gelassenheit üben. Dankbar sein für die Gesundheit. Dankbar sein für die Menschen, die mein Leben bereichern. Mit Liebe schenken. Einen Moment inne halten und geniessen, wenn mich Augen anstrahlen. Entstressen und zurück kehren zur inneren Zufrieden- und Ausgeglichenheit. Mir mehr Zeit nehmen für das Wesentliche. Auch wenn das bedeutet, dass einige Termine auf das neue Jahr verschoben werden.
In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Besinnung – geniesst und nehmt euch Zeit für den Advent, die Lichter und die Momente mit euren Liebsten!
Fröhliche Weihnachten!
Namaste
Tanja

Zwischenraum-Zeit November

Der Herbst neigt sich bereits langsam dem Ende zu und doch ist der Winter noch nicht da. Der November ist deshalb sozusagen eine Zwischenraum-Zeit. Und wie das so ist mit den Zwischenräumen – meist gibt es keine Fenster und nur wenig Licht. Wir wollen deshalb schnellstmöglich wieder raus aus dem Zwischenraum. Dabei vergessen wir, dass Zwischenraumzeiten ebenso ihre Daseinsberechtigung haben. Sie geben dir die Gelegenheit zu reflektieren, abzuschliessen, dich neu auszurichten und gleichzeitig auf all das vorzubereiten was vor dir liegt. Damit du die Zeit im Zwischenraum so richtig geniessen kannst, ist es wichtig, dass du dir genug Zeit nimmst für die wesentlichen Dinge im Leben. Genug Zeit um deinen Blick nach innen zu richten. Genug Zeit für dich selbst und für die Dinge, die dein Herz höher schlagen lassen. Nimm dir diese Zeit und vergiss dabei nicht, stets ein kleines Lichtlein bei dir zu tragen. Schliesslich soll es in deinem Zwischenraum auch schön gemütlich sein 🙂

Ich wünsche dir einen lichtvollen November mit vielen kleinen Auszeiten, Yoga, Spaziergängen an der frischen Luft, guten Büchern und vielen kleinen Momenten des inneren Glücks.

Ein.Klang.

 

Ein.Klang. Im Einklang sein. Das Zusammenklingen. Eine als wohltuend empfundene Übereinstimmung. Harmonie. Fühlst du dich im Einklang?

Warum bringt mich eine intensive Yogapraxis in den Einklang? Yoga lässt mich nach innen schauen. Es lässt mich erkennen, was da für Töne in mir drinnen schwingen. Und wenn es mir gelingt, diesen Ton nach Aussen zu bringen, den gleichen Klang zu singen Innen und Aussen, dann bin ich in meiner inneren Mitte. Wenn mein Denken und mein Tun übereinstimmen. Es gibt kein schöneres Gefühl als mit der Welt im Einklang zu sein. Doch um das zu erreichen, ist es zwingend, dass wir erst genau hinhören – welcher Klang klingt in mir? Was bedeutet dies für dich? Wie fühlst du dich wenn du im Einklang bist?

“Wenn wir die Augen öffnen und nach Aussen schauen, sind wir gross. Wenn wir die Augen schliessen und nach Innen schauen, noch grösser” (ich glaube es ist von Laotse…)

Nicht anhaften

Alles fliesst. Alles vergeht. Nicht anhaften. Besonders schwierig für mich an den Tagen im Leben, die so wunderbar sind, dass sie am liebsten Ewig dauern könnten. Ich bin dann immer etwas traurig, wenn solche Momente irgenwann zu Ende gehen – versuche sie irgendwie festzuhalten. Doch genau diese Melancholie zerstört das Hier und Jetzt. Also entscheide ich mich stattdessen glücklich zu sein und übe mich in Dankbarkeit. Im Wissen darum, dass noch wundervollere Tage kommen werden. Im Wissen darum, dass auch alles Schlechte im Leben irgendwann wieder ein Ende hat. Alles fliesst. Alles vergeht. Wie die Sonne, die jeden Tag am Horizont verschwindet um am nächsten Morgen wieder aufzutauchen. Loslassen und nicht anhaften – für mich eines der grössten Lernfelder des Lebens. Ich bleibe dran, in tiefster Dankbarkeit. 

Ernte

Wir ernten immer was wir sähen. Mit negativen Gedankenmustern ist es unmöglich ein positives Leben zu führen. Es ist okay schlecht gelaunt zu sein und es ist auch okay mal einen schlechten Tag zu haben. Doch es lohnt sich immer genau hinzuhören und die eigenen Gedanken kritisch zu hinterfragen. Der Denker ist gesteuert von unserem Ego und das Ego ist nie ein guter Wegführer. Also setz dich hin, hör zu, glaub nicht alles was du denkst und du wirst bald genau das ernten, was du verdient hast <3

Happy international yogaday

Für mich ist Yoga ein stetiger Weg. Ein Weg ohne Ziel. Ein Weg zu mir selbst, für mich selbst und mit mir selbst. Ein Weg mit wärmenden Sonnenstrahlen, zwitschernden Vögeln, farbigen Blättern und duftenden Gewächsen am Wegesrad. Ein Weg, der immer wieder wundervolle Begegnungen zulässt. Ein Weg der Verbindung schafft. Ein Weg, der mich achtsamer sein lässt und für den ich jeden Tag dankbar bin. Ein Weg den ich mit grosser Freude bis an mein Lebensende weiter gehen will ♥️

Selbstwert

 

Aus vollem und tiefstem Herzen zu leben bedeutet, sich selbst etwas wert zu sein und sich mit dieser Haltung auf das Leben einzulassen. Es bedeutet, Mut, Mitgefühl und Verbundenheit zu pflegen und morgens mit dem Gedanken aufzuwachen; Egal was ich heute schaffe und was unerledigt bleibt, ich bin gut genug. Es bedeutet, abends ins Bett zu gehen mit dem Gefühl: Ja, ich bin unvollkommen und verletzlich und bisweilen auch ängstlich, doch das ändert rein gar nichts daran, dass ich auch mutig bin und liebenswert und dass ich dazugehöre.

Die Gaben der Unvollkommenheit – Brené Brown

Tage der Traurigkeit

Tage der Traurigkeit

 

Jeder kennt sie – diese Tage. Tage an denen einfach irgendwie alles nicht so recht hinhauen will. Es gibt diese traurigen Tage an denen wir wirklich Grund zur Traurigkeit haben. An manchen Tagen tut sich ein Loch auf, welches uns den Boden unter den Füssen weghaut. Manchmal da kommt das Loch ganz plötzlich und manchmal da kündigt es sich schon Tage im vorherein an. Dann gibt es diese Tage, an denen die Trauer Besitz von uns ergreift, ohne dass es einen eindeutigen Grund für Traurigkeit gibt. Vielleicht sind es Selbstzweifel, welche an uns nagen, vielleicht ist es auch nur eine dumme Bemerkung. Manchmal da reicht auch schon ein kurzer Blick in die Nachrichten und sie ist da, die Traurigkeit. Ein drückendes Gefühl in unserer Brust, ein grauer Schleier, welcher uns durch den Tag begleitet. Sie kann ganz plötzlich kommen, vielleicht ist sie schon da wenn wir morgens aufwachen, eine Nachwehe aus bereits verflogenen Träumen. Manchmal da können wir die eigene Traurigkeit nicht greifen. Klar können wir uns all das Schöne auf der Welt vor Augen halten und dankbar sein für das, was wir in unserem Leben haben. Doch an den wirklich traurigen Tagen da mag das Gefühl der Dankbarkeit oder ein Lächeln eines lieben Menschen den Tag für einen Augenblick erhellen, doch die Traurigkeit möchte trotzdem nicht von uns weichen.

An solchen Tagen ist es wichtig, dass wir erkennen können, dass auch die Traurigkeit ihre Daseinsberechtigung hat. Die Trauer gehört zum Leben – wir dürfen ab und zu mal traurig zu sein! Es gibt sogar Tage, an denen müssen wir unserer Traurigkeit manchmal in Form von Tränen Freiheit schenken. Sie möchte akzeptiert und gelebt werden, sonst frisst sie uns auf und macht uns krank. Lassen wir das traurig sein zu und geben dem Raum, wird sich die Traurigkeit wieder aus dem Staub machen. Vielleicht schleichend, vielleicht auch so plötzlich wie sie aufgetaucht ist. Kriegt sie ihre Daseinsberechtigung, so gelingt es uns, sie loszulassen. Der Nebel wird sich verziehen und die ersten Sonnenstrahlen kündigen glücklichere Stunden an. Vielleicht mag es noch ein paar Nebelschwanden am Horizont haben, doch auch diesee werden sich irgendwann auflösen. Und wir werden dann umso glücklicher sein, im Wissen darum, wie sich die traurigen Tage anfühlen.

 

„Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu.“ – Paula Modersohn-Becker, Briefe, 12. Februar 1901